Geomonitoring Bauwerksmonitoring Geotechnik

Geomonitoring (Bauwerksmonitoring, structual health monitoring) gewinnt aus Sicherheitsaspekten und im Rahmen von Frühwarn- und Alarmsystemen immer mehr an Bedeutung. Monitoring-Systeme ermöglichen die automatisierte Durchführung von hochpräzisen Deformationsmessungen an Objekten, die durch kurz- oder langfristige Ereignisse besonderen Einflüssen (z.B. Belastungen) ausgesetzt sind. Durch die Verwendung unterschiedlicher Sensoren aus den Bereichen der Geodäsie und Geotechnik können unsere Monitoring-Systeme flexibel und effektiv eingesetzt werden.

 

Zur vollautomatisierten Überwachung von Anlagen und Bauwerken bietet das Ingenieurbüro Drecoll auf Kundenwünsche abgestimmte Monitoringsysteme an. Diese enthalten die notwendige Hardware, entsprechende Sensornetzwerke zur Erfassung der Messwerte, Deformationsmonitoring-Software zur Datenanalyse, Reporting und Alarm-Management.

 

Wir bieten von der Konzeption der Anlagen, über die Auswahl geeigneter Sensoren bis hin zur Installation, Nullmessung und Wartung eigener Systeme die ganze Dienstleistungspalette im Bereich Deformationsmoni-toring an. Unsere Systeme lassen sich ebenfalls für eine vorsorgliche Beweissicherung einsetzten.


Aktuelles: Brückenmonitoring

Im September wurde eine neue Monitoringanlage zur Brückenüber-wachung installiert. Dabei wird an einer Eisenbahnüberführung in Brandenburg an zwei Stellen die Spurweite kontrolliert und die Schwellen-durchbiegung überwacht. An insgesamt 6 Stellen erfolgt eine Temperatur-aufzeichnung. Durch eine neue Datenloggertechnologie kann die Anlage ohne externe Stromzufuhr arbeiten.


Folgende Messsysteme werden bei Monitoringprojekten eingesetzt:

 

Geodätische Sensoren

Die von uns eingesetzten Softwarepakete, wie z.B. das Leica GeoMoS, unterstützen geodätischer Sensoren (Totalstationen, GNSS/GPS-Empfänger, digitale Nivelliere) und geotechnische Sensoren. Dabei kommen folgende Sensorsysteme zum Einsatz:

• Totalstationen: Leica TM30, TS30, TPS1100, TPS1200

• GPS-Sensoren: Leica GPS System 1200

• Nivelliere: Leica DNA und Leica Sprinter

• Meteorologische Sensoren (z.B. Temperatur, Luftdruck)

Geotechnische Sensoren

Unsere geotechnischen Sensoren werden durch eine Software Suite gesteuert. Es ist ein modulares Softwaretool zur Aufnahme, Verarbeitung, Visualisierung und Übertragung von Messdaten und besteht aus den Paketen Configurator, DataLogger, DataAnalyzer und DataService. Sie garantiert ein vollautomatisches Erfassen, Berechnen, Speichern und Visualisieren von Messdaten und beinhaltet ein leistungsfähiges Alarmmanagement, das im Bedarfsfall über Grenzwertüberschreitungen via SMS und Email informiert.

 

Folgenden Sensoren kommen zum Einsatz:

Weg- und Positionsmesssysteme

• Ultraschallsensoren zur berührungslosen Abstandsmessung

  (zur Überwachung von kurzen  Distanzen)

• Laserdistanzmesser (größere Distanzen)

• Potentiometer zur Rissüberwachung

   (Digitaler Rissmonitor, Lineare Potentiometer Rissmesser, Crackmeter)

• analoge Rissmonitore (Rissspione)

• Bohrlochinklinometer

 

Schlauchwaagensysteme

Ein Schwerpunkt unserer Messtechnik sind die Schlauchwaagensysteme. Automatisierte Druckschlauchwaagen stellen in der modernen Monitoringtechnik einen wichtigen Bestandteil dar. Sie eignen sich hervorragend zur Setzungs- und Bewegungsüberwachung von Objekten aller Art, egal ob Gebäude, Staudamm, Eisenbahndamm, Brücke, Tunnel oder Kraftwerksturbine.

 

Das Messsystem arbeitet nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. Dieses hydrostatisch funktionierende Messsystem ist in der heutigen Ingenieurvermessung bzw. Gebäudeüberwachung unverzichtbar. Die Sensorelemente werden in einer horizontalen Ebene installiert. Die Messungen erlauben die Kontrolle der vertikalen Bewegungen oder Schieflage der Messwertaufnehmer relativ zu einer horizontalen Bezugsebene und erlauben somit eine kontinuierliche automatische Überwachung.

Vorteile der Präzisionsschlauchwaage

  • vollautomatisches Erfassen von Hebungen und Senkungen
  • die Messungen erfolgen zeitgleich an allen Messstellen und ermöglichen eine komplexe Sofortaussage zu Veränderungen 
  • hohe Präzision (max. ± 0,09 % FS) unter schwierigsten Mess- und Umgebungsbedingungen
  • Bauwerksüberwachung mit hohem Komfort
  • auch für Langzeitbeobachtungen geeignet (eines unserer längsten Projekte läuft seit mehr als 4 Jahren)
  • auch für Beobachtungen im Freien geeignet

 

Pegelmesssonden

Die Relativdrucksonden werden als Tauchsonde z.B. auf den Boden eines Behälters oder Pumpensumpf abgehängt. Über den hydrostatischen Druck der Flüssigkeit misst die Sonde den aktuellen Pegelstand der Flüssigkeit. Das PE-Anschlusskabel der Tauchsonde enthält einen dünnen Luftschlauch, zum rückseitigen Druckausgleich für die Messzelle. Dadurch kompensieren sich Luftdruckschwankungen automatisch und führen nicht zu Messverfälschungen.

 

Inklinometerketten

Stationäre Inklinometerketten sind für die langfristige und automatische Überwachung gefährdeter Bauwerke oder Rutschhänge geeignet.

 

Inklinometerketten setzen sich aus mehreren Inklinometergebern zusammen, die in einer Inklinometerverrohrung aufgehängt sind, in der die Verformung stattfindet. Die Vertikal- und Horizontalinklinometerketten sind als ein- oder zweiaxiale Ausführung verfügbar.


Bohrlochinklinometer

Die Bohrlochinklinometer werden zur Überwachung von Baumaßnahmen eingesetzt. Sie können Horizontal-/Vertikalverformungen im Boden und Fels detektieren und eignen sich für die Bestimmung der Bewegungen an Bauwerken oder Hinterfüllungen. Weiterhin können sie bei Bohrlochver-messungen von Ankern eingesetzt werden. Inklinometer werden auch als Neigungsmesser bezeichnet und dienen der Überwachung und Qualitäts-kontrolle bei Baumaßnahmen.

 

Die Messeinrichtung besteht aus einer Neigungsmesssonde die per Kabel mit einem Datenlogger verbunden ist. Die Neigungswerte können direkt vor Ort abgelesen werden. Die biaxiale Sonde ist mit zwei Winkelauf-nehmern ausgestattet, die um 90 ° zueinander versetzt sind. Für Verfor-mungsmessungen wird das Inklinometerrohr in eine Bohrung  eingebaut. Bei einer Einmessung von Ankerbohrungen kann direkt in der Verrohrung gemessen werden. Das Messobjekt wird mit der Sonde schrittweise z.B. in 0,5 m Schitten abgefahren. In jedem Messschritt erfasst die Sonde den Neigungswinkel zwischen der Vertikalen und dem Bohrloch in zwei Messrichtungen.


Die Ausgabe der Messdaten erfolgt auf dem Datenlogger vor Ort, der die Werte auf der SD-Karte speichert. Mit Hilfe der Auswertesoftware kann der Verlauf der Bohrung und/oder die Abweichung zu vorangegangenen Messungen anzeigt werden. Durch Drehung der Sonde um 180 °und einer erneuten Befahrung des Inlinometerrohres werden Messfehler ausge-schaltet sowie die Genauigkeit gesteigert. Unser Inklinometer hat eine max. Genauigkeit von 0,01 %. Die Einsatzgebiete des Inklinometers reichen von Standsicherheitsüberwachungen über Verformungs-messungen an Baugrubenwänden, Bohrlochvermessungen (Anker) bis hin zum Vertikalitätsnachweis.

 

Bohrlochinklinometer im Einsatz
Bohrlochinklinometer im Einsatz

Visualisierung von Messwerten geschützt über das Internet

WebView ist ein interaktives Internetportal zur Visualisierung von Messdaten, das via Webbrowser geöffnet und bedient werden kann. Nach erfolgreicher Anmeldung stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Interpretation und Auswertung der im Betrieb befindlichen Messsysteme zur Verfügung. Über WebView kann von jedem PC weltweit, zu jeder Zeit und ohne Installation zusätzlicher Software zuverlässig auf die eigenen Projekte zugegriffen werden.

Zur Visualisierung steht eine Vielzahl nützlicher Tools bereit. Die aktuellen Messwerte lassen sich über einer Grundrissdarstellung des zu überwachenden Objekts abbilden und informieren so schnell über den aktuellen Zustand. Darüber hinaus lassen sich die Messwerte in tabellarischer Form, als Liniendiagramm, mit Hilfe einer Farbkarte sowie in 3D visualisieren.

Leistungsmerkmale:

• Zugriff und Bedienung via Webbrowser

• keine zusätzliche Software erforderlich

• weltweiter Zugriff auf die zu überwachenden Projekte

• auch über Smartphones und Tablets

• Kundenspezifische Gestaltung der Benutzeroberfläche

• Komfortable Darstellung der Messdaten

• integrierte Analysetools

• automatische Erstellung von Messberichten

• Download der Messdaten in geeigneten Datenformaten

• Hohe Performance aufgrund der direkten SQL-Anbindung

• Alarmierung via Email,SMS bei Verletzung der Grenzwerte

• Serverseitige Berechnung der Messwerte

• Hohe Sicherheit gegen Fehlbedienung

• manipulationssichere Messdaten

• einheitliche Darstellung aller Sensoren

• auch bei mehreren Projekten

 

Projektbilder

Stellenangebot

Wir suchen langfristig einen Vermessungstechniker (m/w) oder einen Vermessungs-ingenieur (m/w) mit Berufserfahrung.

Bewerbungen an

Frank Wielitzek

Drecoll Vikings

 

Das Ingenieurbüro Drecoll hat mit mit einem 20 köpfigen Team und einigen Fans beim Drachenbootrennen am 27.08.16 auf dem Spring-horstsee teilgenommen! In der Championsklasse wurde ein ehrenvoller 13. Platz erkämpft!

Gleismonitoringprojekt beendet

Das Ingenieurbüro Drecoll hatte den Auftrag für eine Gleisüberwachung im Rahmen einer Grundwasserabsenkung erhalten. Das Projekt lief seit dem 20.07.16 im 24/7 Betrieb. Auf einer Strecke von ca. 150 m wurden 40 Prismen an den Gleisschwellen beobachtet.

MAPonWEB bietet Ihnen mit dem Autodesk Infrastructure Map Server (AIMS) eine für das Inter- und Intranet optimierte, serverseitige Lösung zur Einbindung Ihres Geodatenbestandes an. Mehr Informationen finden Sie unter www.maponweb.de.

Wir bieten folgende Workshops an:

  • Bestandsdaten-erfassung für Facility Management
  • AutoCAD-Grundlagen für Facility Management
  • Building Information Modeling (BIM -

    Einführung in neue Methoden der CAD - Datenmodellierung)

Termine und Konditionen erfahren Sie unter
0511-349198-31.

Ingenieurbüro Drecoll
Berliner Allee 13a   
D-30175 Hannover

 

Telefon: (0511) 34 91 98 - 30

Telefax: (0511) 34 91 98 - 50

 

E-Mail: info@drecoll.de

Webadresse: www.drecoll.de 

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Ingenieurbüro Drecoll, Partnerschaftsgesellschaft

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